Ich, die Liebe meines Lebens!

Hätte ich das noch vor einigen Monaten geschrieben, wären sofort Gedanken hochgekommen, wie: „ Boah, ich bin aber selbstverliebt!“, „Was erzähle ich da?“ oder gar ein, „Darf ich das?“

In mir wäre sofort das Gefühl aufgekommen, dass ich „so etwas“ nicht sagen darf. Schließlich bin ich ja nicht der Nabel der Welt!

In meiner Kindheit habe ich gelernt, dass sich NICHT alles um MICH dreht!

Sowas sagten meine Eltern manchmal, wenn sie überfordert waren. Intuitiv wusste ich, dass sie nicht recht hatten. Vertraute mir aber nicht! Wie denn auch!?!

Und das Blöde an Aussagen dieser Art ist, dass sie hängen bleiben!

Solche Sätze lösen Gefühle der Schuld und Scham aus und kleben in den Zellen unseres Körpers.

Wir handeln unbewusst danach und stehen nicht für uns ein, ducken uns und glauben nicht an unsere Größe!

Auch ich lebte so.

Ich traute mir nichts zu und dachte, ich krieg eh‘ nix auf die Reihe. Ich war der Überzeugung, dass mein Leben sowieso komplett daneben gegangen ist. Diejenigen beneidete ich, bei denen ich vermutete, das sie „es“ geschafft hatten.

Bis ich mir mit einem Burn-Out langsam meinen Selbstwert, meinen Glauben an das Wunderbare im Leben, den Glauben an das Glück zurückholte. Das hört sich wirklich komisch an, aber ja, durch diesen Zusammenbruch holte ich mir nach und nach das Licht in mein Leben!

Ein Buch* gab mir den besten Tipp in meinem Leben!

„Lebe im Jetzt. Lasse die Vergangenheit hinter Dir. Sie ist längst vergangen und nicht mehr von Bedeutung für Dein Leben und lasse die Zukunft los. Du kennst sie nicht, sie ist völlig ungewiss!

Lebe jeden Moment und werde Dir bewusst, was Du in jedem Augenblick der Gegenwart tust und fühlst. Beobachte Deine Gedanken, sie befinden sich IMMER in der Vergangenheit oder Zukunft. Sie kennen den gegenwärtigen Moment nicht. Beobachte nur und werde nicht eins mit ihnen!“

Diese Aussagen berührten mich so sehr. Gänsehaut überzog meinen Körper!

Ich sog diese Zeilen in mein Innerstes und versuchte immer und immer wieder im gegenwärtigen Moment zu leben.

Anfangs gelang es mir nicht sehr oft, aber ich blieb dran und die Momente, in denen ich mich spürte und fühlte wurden immer länger. Die Momente, in denen ich meinen negativen Gedanken über mich nicht mehr glaubte, wurden immer mehr.

Irgendwann fing ich an, meine Verletzlichkeit und Zartheit, meine Wärme, meinen Ausdruck, meine Kraft und Stärke zu spüren. Ich glaubte auf einmal, wenn mir jemand sagte, dass es toll ist, wie ich bin.

Heute kann ich meine Stärke und Kraft immer mehr zulassen und mittlerweile mache ich sogar das, was ich liebe!

Ich lebe! Ich bin!

Ich, die Liebe meines Lebens!

 

Text: Birgit Keup

Foto: Pixabay

*Auszug aus dem Buch von Eckhart Tolle, “Jetzt!”

 

-TEILEN ERWÜNSCHT-

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