Kopf oder Bauch – Wie treffe ich die richtige Entscheidung?

Eigentlich geht es Lea gut, sie hat einen tollen Job, eine schöne Wohnung, einen netten Freund und ihr Leben läuft gleichmäßig nach ihren Vorstellungen.

Blöderweise wurde ihr zufriedenes Leben gestern von ihrem Personalchef buchstäblich auf den Kopf gestellt: Sie bekam ein unerwartetes Angebot für einen neuen Job!

„Da sie äußerst zuverlässig sind und sehr gute Arbeit abliefern, dachten wir, wir könnten sie bei der Organisation und dem Aufbau unserer neuen Filiale in Mexico einsetzen! Wir schätzen, dass der Aufbau dieser neuen Filiale ungefähr 3 Jahre in Anspruch nehmen wird, danach schauen wir, welche organisatorischen Aufgaben sie in unserer Firma weiterhin übernehmen können“, so Herr Becker, der Personalchef, gestern zu Lea. Drei Monate Bedenkzeit hat er ihr gegeben.

Lea traf dieses Angebot völlig überraschend! Nie hätte sie mit so etwas gerechnet. Von der Planung einer neuen Filiale hatte sie wohl gehört, aber dass ausgerechnet SIE ein Angebot bekam, dort beim Aufbau zu helfen…. Wahnsinn!

Auf der einen Seite freute sie sich total und auf der anderen Seite verursachte ihr der Gedanke, dass ihr Leben sich völlig verändern soll, Stress und Angst.

Für Lea fängt das Dilemma an, eine Entscheidung treffen zu müssen!

Wir alle kennen Situationen, in denen wir uns entscheiden müssen: Esse ich heute Kartoffeln oder Nudeln? Gehe ich heute Abend ins Kino oder bleibe ich zu Hause? Kaufe ich mir eine Jeans oder eine Stoffhose? Kaufe ich ein Haus oder bleibe ich Mieter? Jeden Tag treffen wir Entscheidungen. Manchmal sind sie klein und manchmal eben groß.

Bei größeren Dingen fängt der Kopf buchstäblich an zu rauchen; kein klarer Gedanke kann sich bilden!

Aber wie bekommen wir es hin, dass wir NICHT planlos hin- und her überlegen und einfach zu keinem Ergebnis kommen?

Am besten, wir integrieren Kopf und Bauch!

Eigentlich arbeiten die zwei hervorragend zusammen, man muss sie nur zusammenbringen!

Wahre Intelligenz ist die Fähigkeit des Verstandes, die Weisheit des Herzens zu achten! (Pat Rodegast)

1.) Organisiere Deinen Verstand

Wenn eine wichtige Entscheidung ansteht, kreisen ziemlich viele Gedanken in unserem Kopf. Oftmals werden diese Gedanken von uns aber gar nicht fertig gedacht! Es entsteht ein regelrechter Gedankensalat und man findet keinen konstruktiven Weg, die Entscheidung zu fällen. Diesem Gedankensalat kannst Du den Garaus machen, und zwar mit System!

Schreibe Deine Gedanken einfach auf! In dem Moment, wo Du Deine Gedanken auf Papier gebracht hast, kannst Du sie ordnen und sie verursachen kein Durcheinander mehr in Deinem Kopf.

Schreibe die Vor- und Nachteile der zu treffenden Entscheidung auf. Schreibe auf, wie Du bei welcher Entscheidung handeln müsstest. Notiere alles, was Dir dazu in den Kopf kommt!

 

2.) Fühle Deine Gefühle

Werde Dir bewusst, welches Gefühl Du mit Deiner Entscheidung in Dein Leben ziehen möchtest. Ist es zum Beispiel Freiheit, Ruhe, Energie, Vertrauen, Reichtum, Wertschätzung….?

Was auch immer es ist, frage Dich, welches Gefühl Du haben möchtest und welche Entscheidung dieses Gefühl auslösen würde!

Nimm Dir Zeit für Dich, gönne Dir Ruhe und schaue Dir die Gedanken, die Du vorher aufgeschrieben hast, nacheinander an. Welches Gefühl löst der einzelne Gedanke bei Dir aus? Bei welchem Gedanken fühlt sich Dein Gefühl am besten an?

 

3.) Aktiviere Deine Intuition

Unsere intuitive Stimme ist eine sehr leise Stimme, die wir oft überhören, da unser Verstand den ganzen Tag ziemlich laut vor sich hin plappert.

Am besten nehmen wir unsere Intuition in der Stille und Ruhe, also in der Meditation war. Du kannst alle Fragen, die Du hast, mit in Deine Meditation nehmen. Stelle sie Dir vorher und Du wirst Antworten bekommen.

Diese Antworten können in jeder Form und müssen auch nicht direkt während der Meditation kommen. Du bekommst sie in Gedankenblitzen, Gefühlen, Bildern, Ideen, Büchern, die Dir zufällig in die Hände fallen oder den richtigen Mensch, der Dir zufällig über den Weg läuft. Sei aufmerksam in Deinem Alltag und höre Dir selbst gut zu.

Solltest Du noch nie meditiert haben, oder es Dir schwerfallen alleine zu meditieren, findest Du bei Laura Seiler oder Mojo Di geeignete geführte Meditationen und Gedankenreisen.

 

4.) Schau aus der Zukunft hin

Wenn wir eine Entscheidung aus der Vergangenheit oder Gegenwart heraus treffen, sagen wir uns meistens, dass dies alles sowieso nie klappen kann. Unser Verstand findet auf jeden Fall Gründe dafür!

Bedenke: was der Verstand nicht kennt, mag er nicht. Seine Aufgabe ist es, uns das Überleben zu sichern. Und mit Dingen, mit denen er sich nicht auskennt, kann man seiner Meinung nach nicht überleben.

Schau aus der Zukunft auf die Problemlösung!

Schau, wie Du leben würdest und welche Auswirkungen es auf Dein Leben hätte, wenn Du diese oder jene Entscheidung triffst.

Schauen wir aus der Zukunft, sind wir entspannt und bekommen einen anderen Blick auf die anstehende Entscheidung.

 

5.) Schlafe einfach mal drüber

Im Schlaf sortiert unser Unterbewusstsein die Gedanken und Aktivitäten des Tages. Es trennt das Wichtige vom Unwichtigen. Unser Unterbewusstsein weiß sehr wohl, was gut für uns ist, nur können wir dies meist nicht wahrnehmen.

Schlafen wir einfach mal über die anstehende Entscheidung, sehen wir die Dinge am nächsten Tag klarer oder aus einem anderen Blickwinkel.

Wir befinden uns morgens kurz nach dem Aufstehen in einem tranceähnlichen Zustand, in dem das Unterbewusstsein noch wirken kann. Wie oft hat man beim Kaffee trinken oder Zähne putzen gute Ideen? Dem ein oder anderen von Euch ist während dessen bestimmt auch schon ein zündender Gedanke gekommen, oder!?!

 

 

Bild: Pixabay

Inspiriert von Laura Seiler und Dr. Bernd Slaghuis

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